Sinn & Zweck
Sinn und Zweck der Future Foundation
The Future Foundation ist ein Ort für Grundlagenarbeit.
Nicht für die nächste Antwort auf eine alte Frage, sondern für den Moment davor: für die Frage, ob wir überhaupt noch mit den richtigen Begriffen denken.
Denn vieles von dem, was heute als selbstverständlich gilt – in Mathematik, Physik, Technik, Gesellschaft oder im eigenen Selbstverständnis –, beginnt bereits mit Voraussetzungen, die kaum noch sichtbar sind.
Genau dort setzt die Future Foundation an.
Sie sammelt, entwickelt und veröffentlicht Texte, Modelle und Werkzeuge, die diese Voraussetzungen wieder sichtbar machen und damit erneut befragbar werden lassen.
Der Tractatus Principio – Über den Unterschied gehört in diesen Zusammenhang.
Er beginnt nicht mit Zahlen, Dingen, Raum oder Bewusstsein, sondern einen Schritt früher:
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mit dem Unterschied.
Von dort aus verfolgt er, wie Relation, Zahl, Beobachtung, Sprache, Gedächtnis und Weltbeschreibung überhaupt entstehen können. Was gewöhnlich als fertiges Ding erscheint, wird dabei nicht einfach vorausgesetzt, sondern auf jene Unterscheidung zurückgeführt, durch die es erst als etwas Bestimmtes lesbar wird.
Die Future Foundation veröffentlicht den Tractatus deshalb nicht, um ihn abzuschließen.
Im Gegenteil.
Er soll gelesen, geprüft, weitergedacht und angewendet werden. Als Denkraum. Als formales Experiment. Und als Einladung, dort noch einmal hinzusehen, wo unsere Begriffe längst so selbstverständlich geworden sind, dass wir ihren Ursprung nicht mehr bemerken.
Denn Zukunft lässt sich nur schwer mit Begriffen denken, deren Voraussetzungen selbst Teil des Problems geworden sind.
Vielleicht beginnt Zukunft deshalb nicht mit einer neuen Antwort.
Vielleicht beginnt sie mit einer besseren Unterscheidung.
Das Logo
Das Logo der Future Foundation greift zwei zentrale Bilder des Tractatus Principio auf.
Der äußere Kreis steht für die Möglichkeit von Geometrie: eine geschlossene Form, aus der verschiedene Orientierungen und Figuren hervorgehen können.
Im Zentrum steht ein Penrose-Dreieck. Es wirkt geometrisch eindeutig – lässt sich aber räumlich nicht widerspruchsfrei schließen. Es steht deshalb für die Unmöglichkeit von Geometrie.
Beides gehört im Tractatus zusammen:
Zwischen beiden liegt der Unterschied – und aus diesem Unterschied beginnt die ganze weitere Bewegung des Werkes.
Oder kurz gesagt:
Der Kreis zeigt, was Geometrie sein kann.
Das Dreieck zeigt, wo sie an ihre Grenze kommt.
Dazwischen beginnt der Tractatus Principio.